Basilika Mariä Heimsuchung in Hejnice

Ein Ausflug in das nahe gelegene Hejnice bietet einen Besuch der örtlichen Kirche oder eine Wanderung auf den Berg Ořešník, der einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft und die Stadt bietet. Der weitläufige Komplex der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung mit Arkadengang und angeschlossenem Kloster bildet eine markante Dominante am südlichen Rand der Stadt am Fuße des Isergebirges.

Die erste schriftliche Erwähnung von Hejnice stammt aus dem Jahr 1381. Der Legende nach soll der Ort jedoch bereits im 13. Jahrhundert durch ein Wunder bekannt geworden sein, als eine Familie nach dem Herbeibringen einer Marienfigur geheilt wurde. Der Ort entwickelte sich zu einem Wallfahrtsziel, an dem später eine Kirche errichtet und mehrfach erweitert wurde.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte Hejnice seine größte Blütezeit, verbunden mit dem Umbau der Kirche und dem Bau eines Franziskanerklosters, der von der Familie Gallas initiiert wurde. Die umfassende barocke Umgestaltung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab der Anlage ihr heutiges Erscheinungsbild. Kirche und Kloster wurden 1761 teilweise durch einen Brand beschädigt und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollständig erneuert.

Im 19. Jahrhundert entstanden im Ort Industrieanlagen, eine Schule und ab 1900 eine Eisenbahnverbindung. Am 31. Juli 1917 wurde Hejnice zur Stadt erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Einwohnerzahl deutlich zurück. Im April 1950 wurde das Kloster im Rahmen der Aktion K überfallen und in ein Internierungslager für Ordensangehörige umgewandelt. Nach umfangreicher Renovierung wurde der Komplex im Jahr 2001 als Internationales Zentrum der geistlichen Erneuerung wiedereröffnet.

Zu den geschützten Denkmälern gehören neben Kirche und Kloster auch barocke Bildstöcke sowie eine historische Brücke. Anfang des Sommers finden regelmäßig die Hejnicer Festtage statt.