Kurort Bad Liebwerda (Lázně Libverda)

Bereits im Jahr 1583 ließ der sächsische Kurfürst August I. mehrere Fässer Heilwasser aus Libverda nach Dresden bringen, und auch Albrecht von Wallenstein nutzte das Wasser während seiner Feldzüge. Der eigentliche Kurort entstand jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Gründer des heutigen Kurortes war Graf Kristián Filip Clam-Gallas, der zwischen 1776 und 1818 neue Quellen erschließen ließ. Die neu gefassten Quellen wurden nach Mitgliedern der Familie benannt und befanden sich direkt bei den Kurgebäuden. Am Ende des 18. Jahrhunderts entstand ein Kurpark.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden eine Promenade, ein klassizistisches Sommerschlösschen, ein Pavillon über der Marienquelle sowie das Verwaltungsgebäude errichtet. Dank seiner Unterstützung entstand 1819 eine Schule. Im Jahr 1836 erhielt Libverda den Status eines Heilbades, 1847 wurde eine Kolonnade gebaut und eine Straßenverbindung nach Raspenava und Frýdlant geschaffen.

Nach 1992 wurde der Kurort modernisiert und an die Tradition der Heilquellen angeknüpft. Heute ist Bad Liebwerda für die Behandlung von Herz-Kreislauf- und Erkrankungen des Bewegungsapparates bekannt.